Bewerbungsbegriffe mit U

Unerlaubte Fragen

Gemäß den Gesetzten gibt es in Deutschland eine Reihe von Fragen, welche im Vorstellungsgespräch nicht gestellt werden dürfen. Hier kommen diverse Gesetze wie das Arbeitsrecht zur konkreten Anwendung. Beispielsweise ist die Frage nach Ihrer Kinderplanung nicht zulässig. Es gibt eine Reihe an Fragen, welche unerlaubt sind. Eine Auflistung finden Sie auf Bewerbungsmuster24. Das Stellen solcher Fragen ist zwar nicht strafbar, doch Sie dürfen die Antwort verweigern. Manchmal stellen Personaler bewusst unerlaubte Fragen, um zu prüfen inwieweit Sie mit einer solchen stressigen und konfliktbehafteten Situation umgehen. Aggression ist bei solchen Fragen ebenso unangebracht, wie auch bei Reizthemen. Verhalten Sie sich souverän und erklären freundlich, dass Sie diese Frage nicht beantworten können. Hier sind Ihre Social Skills gefragt. Denn ein „Nein“ kann man auch schön verpacken und so äußern, dass sich Ihr Gesprächspartner nicht angegriffen fühlt. Unerlaubte Fragen können übrigens, ebenso wie im Vorstellungsgespräch, auch im Telefoninterview vorkommen.

Unsolicited Letter

Dies ist die Bezeichnung für ein englisches Anschreiben in der Initiativbewerbung. Das englische Anschreiben heißt Cover Letter bzw. Covering Letter und ist anders aufgebaut, als dies in der deutschen Bewerbung der Fall ist. „Unsolicited“ kann man in etwa mit „unaufgefordert“ übersetzen. Achten Sie auch beim Unsolicited Letter auf eine einwandfreie Rechtschreibung entweder in British Englisch (BE) oder American Englisch (AE). Zudem unterscheidet sich der Schreibstil und der Inhalt klar von der deutschen Variante. Es werden mehr Adjektive verwendet. Ein Unsolicited Letter wird immer von einem Curriculum Vitae (CV) oder einem Resume begleitet. Die englischen Bewerbungsunterlagen sehen keine Zeugnisanlage mit Arbeitszeugnissen, Abschlusszeugnissen und Zertifikaten vor. Im Gegensatz zur deutschen Bewerbung ist es jedoch im englischen Raum üblich, Referenzpersonen zu benennen, welche Ihre Angaben im Lebenslauf bestätigen können und Ihnen eine gute Arbeitsweise mit ausgeprägten Social Skills attestieren würden.

Unterlagen

Mit den Unterlagen sind die Bewerbungsdokumente gemeint. Normalerweise handelt es sich um Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisanlage. Bei der Kurzbewerbung, welche sich für Initiativbewerbungsvorhaben anbietet, entfällt die Zeugnisanlage. Eine Bewerbung kann aber auch um eine „Dritte Seite“ ergänzt werden, welche meistens ein Motivationsschreiben oder eine Projektliste ist. Die Unterlagen einer Bewerbung sollten im gleichen Layout sein und sich inhaltlich gegenseitig verstärken und niemals widersprechen. Bei der Bewerbungsmappe wird noch ein Deckblatt mit dem Bewerbungsfoto und den Kontaktdaten sowie der Stellenbezeichnung hinzugefügt. Für die Onlinebewerbung benötigen Sie Ihre Unterlagen im PDF-Format.

Unternehmen

Die Bewerbungsprozesse und Entscheidungsabläufe der Recruiter sind von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. So macht es einen großen Unterschied, ob Sie sich bei einem internationalen Konzern bewerben oder bei einem familiengeführten mittelständischen Betrieb. Kleine Unternehmen wenden im Zuge der Onlinebewerbung beispielsweise eher Bewerbungsportale an, während kleinere Firmen sich auf die E-Mail-Bewerbung stützen. Auch sind die Entscheidungswege in kleineren Unternehmen oftmals kürzer als in Firmen mit großer Personalabteilung. Bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen gilt es auch immer, sich über die jeweilige Unternehmenskultur zu informieren, um passende Dokumente anzufertigen. Dabei hilft immer eine Recherche auf der Onlinepräsenz des jeweiligen Unternehmens oder auch eine einfach Google-Suchanfrage.

Unternehmenskultur

Jedes Unternehmen hat eine ganz besondere Kultur. Damit sind etablierte Verhaltensweisen, eine gemeinsame Unternehmenssprache und spezifische Arbeitsweisen gemeint. Ein üblicher Kleidungsstil gehört ebenfalls zu den Merkmalen einer Unternehmenskultur. Diese Eigenschaften unterscheiden sich nicht nur von Branche zu Branche, sondern auch von Firma zu Firma. Ein familiengeführter Betrieb des Mittelstandes wird beispielsweise eine ganz andere Unternehmenskultur aufweisen, als ein international operierender Großkonzern. Die Unternehmenskultur ist für Sie als Bewerber vorab sehr wichtig, denn Sie sollten Ihre Bewerbungsunterlagen dementsprechend anfertigen. Denn ein Unternehmen sucht nicht nur bestimmte Stationen und Kenntnisse in Ihrem Lebenslauf, sondern prüft vor allem, wie Sie als Mensch in das Unternehmen und seine jeweilige Kultur passen. Die Website eines Unternehmens bietet meistens einen guten Anhaltspunkt, um die entsprechende Unternehmenskultur für den eigenen Bewerbungszweck besser kennenzulernen. Auch für das Vorstellungsgespräch sind Kenntnisse über die Unternehmenskultur wichtig.

Unterschrift

Bei der Bewerbung müssen Sie Ihre Unterlagen unterschreiben. Ihre Unterschrift ist am Ende des Anschreibens zu platzieren und auch auf dem Lebenslauf. Für die Onlinebewerbung müssen Sie Ihre Unterschrift einscannen und diese dann als Grafik in die jeweilige Textverarbeitungsdatei einfügen. Für den Fall, dass Sie sich mit einer Bewerbungsmappe bewerben, ist ebenfalls ein Deckblatt zu erstellen, welches man auch unterschreiben sollte – aber nicht muss. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Unterschrift nicht zu klein und nicht zu groß ist, denn beides wirkt optisch ungünstig. Mit einem blauen Füller oder einem blauen Kugelschreiber haben Sie das richtige Schreibwerkzeug gewählt.