Bewerbungsbegriffe mit L

Lästern

Die Bewerbung auf eine neue Stelle geschieht meistens nicht, weil einem die alte Stelle so gut gefallen hat. Vielleicht hatte man Ärger mit den Kollegen oder der Chef war einfach nur schlecht in seinen Aufgaben und im Umgang mit seinen Untergebenen. Da kann ein Bewerbungsvorhaben eine logische Konsequenz sein und es ist nur zu gut nachvollziehbar, dass Sie nichts Positives über Ihre alte Firma sagen können. Doch vermeiden Sie das Lästern im Bewerbungsprozess tunlichst! Negatives gehört weder in das Anschreiben, noch ausgebreitet in den Lebenslauf – und schon gar nicht als Thema in ein Vorstellungsgespräch. Lästern wird von Personalern als fehlende Loyalität gesehen und wirft ein negatives Licht auf Sie. Sie machen sich damit nicht gerade sympathisch und sagen der Firma ja auch mehr oder weniger: „Ich möchte zu Euch, weil es da, wo ich bin, schlecht ist!“. Das ist keine gute Grundlage für eine vertrauenswürdige und motivierende Zusammenarbeit. Also, verzichten Sie einfach auf sämtliche Lästereinheiten!

Layout

Das Layout einer Bewerbung ist neben dem eigentlichen Inhalt auch wichtig. Doch sollten Sie hierbei nicht übertreiben. Bei einer Bewerbung zählt klar der Inhalt, also die Aussagen im Anschreiben und auch die Daten aus dem Lebenslauf. Mit einem noch so modernen und hochwertigen Layout können Sie über einem minderwertigen Inhalt nicht hinwegtäuschen. Die Einheitlichkeit und die Übersichtlichkeit sind beim Layout besonders wichtig. Alle relevanten Informationen müssen schnell gefunden werden können. Mit einem klassischen Layout machen Sie nichts falsch. Ein Layout im besten „90s Style“ kann jedoch schon Nachteile mit sich bringen. Wenn Sie ein zeitloses Layout gefunden haben, welches Ihnen persönlich zusagt, liegen Sie mit Sicherheit richtig!

Lebenslauf

Der Lebenslauf gehört zwingend zu einer Bewerbung und ergänzt das Anschreiben. Im Lebenslauf finden Ihre persönlichen Daten Platz, neben Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang und Ihren Ausbildungsstationen. Auch gehören Ihre EDV-Kenntnisse sowie besondere Fachkenntnisse in den Lebenslauf. Sofern Sie sich online bewerben und kein Deckblatt verwenden, ist Ihr Bewerbungsfoto ebenfalls im Lebenslauf zu integrieren. Wichtig beim Lebenslauf ist es, diesen in einer tabellarischen Weise zu erstellen mit nicht mehr als 2 – 3 Seiten Umfang. Zu allen beruflichen Stationen sollten Sie darüber hinaus stichpunktartig Informationen geben. Es geht darum, dem Personaler zu erklären, welchen Tätigkeiten Sie dort nachgegangen sind. Der Lebenslauf wird immer durch entsprechende Zeugnisse belegt, welche in Form einer Zeugnisanlage zu dem Bewerbungsunterlagen gehören. In der englischen Bewerbung heißt der Lebenslauf Curriculum Vitae oder auch kurz einfach nur CV.

Lehre

Der Begriff Lehre wird in Deutschland immer seltener verwendet. Gemeint ist damit die Berufsausbildung. In Österreich hingegen ist dieser Begriff noch aktuell und weitverbreitet. Auch für die Berufsausbildung müssen Sie sich bewerben. Nach dem Abschluss einer Lehre bzw. Berufsausbildung steht der Einstieg in das Berufsleben an. Werden Sie von ausbildenden Betrieb nicht übernommen, müssen Sie sich bei einem neuen Arbeitgeber bewerben.

Leistungszulage

Eine Leistungszulage ist eine Bonuszahlung welche für Tarifangestellte und Beamte oder auch Soldaten der Bundeswehr bei sehr guten Leistungen in Frage kommt. Die Entscheidung über die Gewährung einer Leistungszulage liegt bei den Vorgesetzten und basiert oftmals auf einem eingegangenen Vorschlag. Leistungszulage sollen die Motivation steigern und einen Ansporn bieten. Wenn Leistungszulagen jedoch öffentlich werden und von anderen bemerkt werden, welche diese als ungerecht ansehen, kann schon einmal das Gegenteil resultieren. Bonuszahlungen sollten im besten Fall immer transparent und von dem Großteil der Arbeitskollegen als fair und berechtigt empfunden werden.

Lesebestätigung

Bei E-Mails können Sie eine Lesebestätigung anfordern, welche eine Empfangsbestätigung seitens des Empfängers übermittelt, wenn dieser dies wünscht. Für die Bewerbung ist ein Gebrauch der Lesebestätigung jedoch nicht ratsam.

LinkedIn

LinkedIn gehört ebenso wie Facebook zu den Sozialen Netzwerken. Sie können damit Geschäftskontakte knüpfen, aufrechterhalten und ausbauen. Dieser Umstand macht LinkedIn gleichermaßen wie beispielsweise XING für die Bewerbung interessant. Achten Sie bitte auch ein aktuelles und fehlerfreies Profil, wenn Sie sich bewerben, denn Arbeitgeber werfen schon einmal einen Blick auf die Profile ihrer Bewerber, wenn diese interessant für eine offene Stelle erscheinen. Ein gutes Bewerbungsfoto oder Geschäftsfoto rundet ein LinkedIn-Profil ab und sollte immer eingepflegt werden!

Lügen in der Bewerbung

Das bewusste Lügen in einer Bewerbung ist nicht erlaubt, es handelt sich rechtlich gesehen um Betrug, wenn Sie bewusst falsche Informationen in Ihre Bewerbung einbauen. Urkundenfälschung, Titelmissbrauch usw. stellen alle Straftatbestände dar, mit denen Arbeitgeber zu kämpfen haben. Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse beispielsweise als „gut“ beschreiben, andere diese aber eher als „ausreichend“ sehen, ist das natürlich keine Lüge ihrerseits. Es handelt sich ja um eine Einschätzung und diese fallen gewöhnlich unterschiedlich aus. Klar ist es den Personalern natürlich auch, dass Sie sich mit Ihrer Bewerbung versuchen, besonders gut darzustellen. Das ist normal und nicht strafbar. Bewusstes Lügen in einer Bewerbung ist nicht fair und kann im Fazit strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Seien Sie ehrlich.