Bewerbungsbegriffe mit K

Klassische Bewerbung

Die klassische Bewerbung könnte man auch als typische Bewerbung oder den Normalfall einer Bewerbung bezeichnen. Zu einer klassischen Bewerbung gehört immer ein Anschreiben, ein Lebenslauf und eine Anlage mit relevanten Zeugnissen und Nachweisen. Auch sollte diese Reihenfolge eingehalten werden. Früher wurde die klassische Bewerbung zumeist in einer Bewerbungsmappe eingereicht, heutzutage ist die Onlinebewerbung die Norm. An dem Aufbau und dem Stil einer Bewerbung hat sich in den vergangenen Jahren nicht sehr viel getan. Ein klarer inhaltlicher wie struktureller Aufbau ist für die Bewerbung wichtig. Ebenso Fehlerfreiheit ein passender sprachlicher Ausdruck.

Kleidung für das Vorstellungsgespräch

Für das Vorstellungsgespräch sollten Sie Ihre Kleidung sorgfältig auswählen. Diese muss zu der Bewerbungssituation und der von Ihnen angestrebten Stelle passen. Für einen angehenden Bäcker wäre der Auftritt im 1000€-Anzug restlos übertrieben, während eine Polo-Shirt für einen Konzern gänzlich unpassend wäre. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie sich kleiden sollen, informieren Sie sich am besten auf der Webseite des Arbeitgebers. Dort findet man immer viele Details zum dort vorherrschenden Kleidungsstil und natürlich auch zu der Unternehmenskultur. Es geht in der Bewerbung schließlich darum zu zeigen, dass Sie von Ihrer Person her zum der Firma passen. Dies fängt schon mit der richtigen Kleiderwahl an.

Kommunikationsfähigkeit

Die Fähigkeit zur Kommunikation ist im Zeitalter der Informationsgesellschaft von großer Bedeutung. In fast allen Branchen kommt es auf eine effiziente und zielgerichtete Kommunikation an. Während früher Brief und das Telefon die üblichen Kommunikationswege dargestellt haben, ist die E-Mail heutzutage eigentlich zum wichtigsten Kommunikationsmittel geworden. Von den Bewerbern erwarten daher die Unternehmen eine gute Kommunikationsfähigkeit. Klappt es in der Kommunikation nicht, so werden viele Aufgaben nicht gelöst und die Unternehmen verlieren Geld und / oder Zeit. Zeigen Sie daher mit Ihren Bewerbungsunterlagen, dass Sie über abgerundete Kommunikationsfertigkeiten verfügen. Hierzu gehört neben einem sinnvollen Inhalt im Anschreiben auch ein Filtern von Informationen für den Lebenslauf. Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sind ebenfalls Merkmale der Kommunikationsfähigkeit und sollten richtig angewandt werden. Eine schlechte Kommunikation in der Bewerbung führt fast immer zur Absage und nicht zum angestrebten Vorstellungsgespräch.

Konkurrenz

Bei der Bewerbung ist die Konkurrenz in vielen Branchen sehr groß. Geht es um ansprechende Jobs mit guter Vergütung, stehen die Bewerber meist Schlange. Sie müssen sich mit Ihren Bewerbungsunterlagen durchsetzen und die Konkurrenz übertrumpfen. Gleiches gilt für das Vorstellungsgespräch. Denn meistens werden mehrere Bewerber parallel zu Vorstellungsrunden eingeladen. Natürlich versuchen die zuständigen Personen in der Personal- und Fachabteilung den für sie geeignetsten Bewerber ausfindig zu machen. Auch wenn die Konkurrenz ein Dorn im Auge sein kann, reden Sie nie schlecht über andere. Lästern im Kontext einer Bewerbung führt meist schneller zur Absage als man denkt. Reden Sie immer positiv, auch über Ihre Konkurrenz. Argumente sind die besten Waffen mit denen Sie die Konkurrenz schlagen können. Daher gehören klare Aussagen, warum Sie für eine Stelle geeignet sind, in Ihre Bewerbungsunterlagen. In einem Vorstellungsgespräch müssen Sie diesen Eindruck dann bestätigen und am besten noch Nachdruck verleihen. Die Konkurrenzsituation kann man aber auch als etwas Positives sehen, denn es kann Ihre Leistungsfähigkeit herauskitzeln und zeigen, was für ein Potenzial in Ihnen steckt. Nehmen Sie im Hinblick auf die Bewerbung die Konkurrenzsituation sportlich.

Kontaktdaten

In jede Bewerbung gehören Ihre Kontaktdaten. Diese bestehen aus Ihrer Anschrift, Ihrer Telefonnummer und / oder Mobilfunknummer und Ihrer E-Mail-Adresse. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, Links zu Ihren Profilen beispielsweise bei XING oder bei LinkedIn zu ergänzen, denn die Sozialen Medien werden immer wichtiger. Achten Sie bitte auch eine einheitliche und passende Schreibweise Ihrer Kontaktdaten – insbesondere, wenn Sie internationale Rufnummern benennen. Die Kontaktdaten müssen zwingend im Anschreiben und – falls Sie eine Bewerbungsmappe verwenden – auf dem Deckblatt enthalten sein. Wahlweise können Sie diese in den Lebenslauf integrieren, sofern dort noch Platz ist. Dies ist nicht erforderlich, sondern reine Geschmackssache.

Körpersprache

Im Vorstellungsgespräch und auch im möglichen Assessment Center stehen Sie unter genauer Beobachtung. Der Arbeitgeber möchte über seine Vertreter herausfinden,wie belastbar Sie sind, und ob Sie alle Anforderungen an die Stelle – gerade auch im Hinblick auf Social Skills – erfüllen. Somit wird auch insbesondere Ihre Körpersprache analysiert. Es geht darum, was Sie mit Ihren Händen und Füßen machen. Wie Sie sitzen und vor allem auch, wie Sie gucken. Dem Handschlag kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu. Haben Sie einen zu festen oder einen eher weichen Händeschlag? Vor einem Vorstellungsgespräch ist es daher sehr empfehlenswert, sich mit dem Thema Körpersprache auseinanderzusetzen. Denn Sie überzeugen dann am meisten, wenn Sie Ihre Aussagen mit Ihrer Körpersprache untermauern können und es keine Diskrepanzen zwischen beiden gibt. Hilfe rund um die Körpersprache finden Sie in entsprechenden Büchern oder Filme. Die Auswahl zum Themenbereich Körpersprache ist groß, sodass Sie mit Sicherheit fündig werden. Die Ausgaben gehören zu den Bewerbungskosten, welche Sie auch steuerlich als Werbungskosten geltend machen können.

Korrekte Adresse

Gerade bei der Bewerbung spielen Formalitäten eine sehr wichtige Rolle. Sie wollen sich als potenziellen Mitarbeiter vorstellen und bei der Personalabteilung mit Ihrer Bewerbung einen guten Eindruck hinterlassen. Dies geht nur, wenn Sie auch alle Formalitäten einhalten. Dazu gehört die Verwendung der korrekten Adresse im Anschreiben. Grundsätzlich sollten Sie die Schreibweise der Firmenadresse so wählen, wie sie in der Stellenanzeige steht – inklusive Ansprechpartner. Doch oftmals ist dort bewusst keine Adresse angegeben. Doch auch bei der Onlinebewerbung müssen Sie eine Adresse im Anschreiben benennen. Diese müssen Sie also, wenn sie in der Stellenanzeige nicht genannt ist, recherchieren. Dazu eignet sich eine Recherche auf der Webseite des Unternehmens oder der Organisation, bei welcher Sie sich bewerben möchten. Notfalls muss die Adresse im Impressum herhalten, wenn Sie keine andere finden können. Ansonsten bietet sich daneben eine Suche per Google an. Unternehmen und deren Suborganisationen sind oftmals mit Adresse in Google Maps hinterlegt und können so schnell ausfindig gemacht werden.

Kündigung

Mit einer Kündigung wird ein Arbeitsverhältnis aufgelöst. Eine Kündigung kann sowohl von einem Angestellten als auch vom Arbeitgeber kommen. Es gelten die Regeln des gültigen Arbeitsrechtes. Meistens sind Kündigungsfristen zu beachten, welche mit der Dauer einer Beschäftigung steigen. Während der Probezeit sind die Kündigungsfristen am kürzesten, nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit natürlich wesentlich länger. Eine fristlose Kündigung ist unter bestimmten Umständen möglich, meistens bei Verletzungen von Pflichten. Bitte achten Sie bei einer Kündigung darauf, dass diese in schriftlicher Form geschieht, denn nur diese Form ist gültig.

Kündigungsfrist

Bei einer Kündigung sind bestimmte Fristen einzuhalten, welche im Arbeitsvertrag enthalten sind und im Einklang mit dem Arbeitsrecht stehen müssen. Kündigungsfristen können sich von Vertrag zu Vertrag unterscheiden und werden meistens ausgeweitet, je länger Sie beim Unternehmen beschäftigt sind. Beachten Sie immer Ihre Kündigungsfrist, wenn Sie sich für einen Jobwechsel wegbewerben möchten. Oftmals werden Sie in einer Stellenanzeige aufgefordert, das früheste Eintrittsdatum im Anschreiben Ihrer Bewerbung zu benennen. Meistens wird parallel ein Gehaltswunsch ebenfalls abgefragt. Bei internen Bewerbungen sind die Wechselfristen meistens mit Ihrem Vorgesetzten in Rücksprache mit der zuständigen Personalabteilung abzustimmen.

Kununu

Kununu ist ein Bewerbungsportal bei welchem man Arbeitgeber bewerten kann. Dabei kann man auch als Bewerber die eigenen Erfahrungen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ein solches Portal wie Kununu, welches mittlerweile zu XING gehört, kann sich also im Vorfeld lohnen, wenn man sich über einen Arbeitgeber informieren möchte. Doch Vorsicht, Fake-Bewertungen findet man im Internet immer wieder und bei Bewerbungsportalen muss man immer nach der Glaubwürdigkeit von Aussagen finden. Selber darf man auch nichts Beleidigendes oder Unwahres schreiben, wenn man über ein fehlgeschlagenes Vorstellungsgespräch oder eine Absage ärgert. Ehrliche und sachlich geäußerte Kritik ist aber in Ordnung. Die Anonymität sollte gewahrt werden, wenn Sie dort aktiv sind.

Kurzbewerbung

Bei der „normalen“ Bewerbung müssen Sie vollständige Bewerbungsunterlagen einreichen. Dazu gehören das Anschreiben, der Lebenslauf und eine Zeugnisanlage. Verwenden Sie eine Bewerbungsmappe, so müssen Sie noch ein Deckblatt mit Ihrem Bewerbungsfoto und Ihren Kontaktdaten anfertigen. Unter einer Kurzbewerbung versteht man eine Bewerbung ohne Zeugnisanlage. Oftmals kommt die Kurzbewerbung bei der Initiativbewerbung vor, wo es darum zunächst darum geht, eine grundsätzliche Passgenauigkeit zu überprüfen. Zeugnisse sind dafür nicht immer erforderlich. Halten Sie sich im Hinblick auf die Kurzbewerbung am besten an die Vorgaben, welche Ihr Wunscharbeitgeber auf seiner Onlinepräsenz macht. Dort erfahren Sie nicht selten die Anforderungen an Initiativbewerbungen. Sind keine genannt, können Sie sich ohne ein schlechtes Gefühl für die Kurzbewerbung entscheiden. Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse und sonstige Zertifikate werden dann normalerweise aber im Vorstellungsgespräch von Ihnen angefordert.