Bewerbungsbegriffe mit G

Gehaltserhöhung

Gehaltserhöhungen können in einem Arbeitsvertrag festgelegt sein – sowohl in einem tariflichen Beschäftigungsverhältnis als auch außertariflich. Gehaltserhöhungen sind meistens von der Leistung oder der Dauer der Zugehörigkeit zu einem Unternehmen bzw. einer Organisation abhängig. Im Rahmen von Vorstellungsgesprächen können diese auch verhandelt werden. So kann das Jahresbruttogehalt beispielsweise über mehrere Jahre hinweg steigen, um dann gleich zu bleiben. Einmalige Zahlungen sind nicht als Gehaltserhöhung anzusehen, sondern vielmehr als eine Bonuszahlung.

Gehaltsverhandlung

In der Gehaltsverhandlung geht es um Ihr Jahresbruttogehalt. Dieses verhandeln Sie in einem Vorstellungsgespräch mit Ihren Gesprächspartnern. Kommt es zu einer Gehaltsverhandlung, so haben Sie meistens schon einen recht guten Eindruck hinterlassen. Die Gehaltsverhandlung ist vielen Bewerbern unangenehm. Das muss sie aber nicht sein! Das Unternehmen möchte das Gehalt natürlich niedrig halten, und Sie streben verständlicherweise ein möglichst hohes Gehalt an. Am besten untermauern Sie Ihre Gehaltsvorstellung mit klaren und nachvollziehbaren Argumenten. Aggressiv dürfen Sie dabei unter keinen Umständen werden, denn dies bedeutet eine klare Schwäche in den Social Skills. Das verhandelte Gehalt wird später im außertariflichen Arbeitsvertrag festgehalten. Auch sind festgelegte stufenweise Gehaltserhöhungen möglich.

Gehaltsvorstellung

Mit der Gehaltsvorstellung ist Ihr Wunschgehalt gemeint. In vielen Stellenanzeigen werden Sie dazu aufgefordert, neben dem frühest möglichen Eintrittstermin auch eine Gehaltsvorstellung zu benennen. Hier ist Vorsicht geboten, denn mit der falschen Gehaltsvorstellungen erhalten Sie nicht die gewünschte Einladung zum Vorstellungsgespräch, sondern eine Absage. Liegen Sie zu hoch, sind Sie für das Unternehmen zu teuer, liegen Sie zu niedrig, so zeigen Sie ebenfalls nur, dass Sie Ihren Markwert nicht kennen. Beides ist schlecht. Doch wie informiert man sich als Bewerber über eine realistische Gehaltsvorstellung? Grundsätzlich ist ein Gehalt immer von Ihrem Ausbildungsstand und Ihrer Berufserfahrung, sowie der branchenüblichen Vergütung abhängig. Eine Internetrecherche ist meistens sehr hilfreich, ebenso das Gespräch mit Kollegen aus der gleichen Branche. Das Thema Gehalt ist jedoch tabubehaftet. Fragen Sie jemandem dem Sie vertrauen und welcher sich mit Gehältern gut auskennt. Sie müssen ja auch nicht fragen „Was verdienst Du eigentlich?“, sondern beispielsweise „Welches Gehalt ist eigentlich üblich, wenn man schon 10 Jahre als … gearbeitet hat und Teamleiter ist?“. Manche Arbeitgeber zahlen generell mehr als andere und umgekehrt. Solche Informationen gilt es herauszufinden. Zudem sollten Sie bedenken, dass die Berufszufriedenheit nicht nur vom Gehalt abhängt! Beruflich unzufrieden kann man auch bei dem besten Jahresbruttogehalt sein…

Geheimcode für Arbeitszeugnisse

Arbeitszeugnisse müssen „wohlwollend“ formuliert sein, dies bedeutet, dass sich nichts vordergründig Negatives darin finden lassen darf. So hat sich im Laufe der Jahre ein „Geheimcode“ für Arbeitszeugnisse entwickelt. Damit können trotz der Vorgabe auch schlechte Noten vergeben werden. Es handelt sich beim Geheimcode für Arbeitszeugnisse um eine „Sprache“, welche man zunächst „übersetzen“ muss, um die tatsächlich vergebene Note bestimmen zu können. Eine Formulierung der Art „Er versuchte mit seinen Kollegen gut klarzukommen.“ weist z. B. auf ein schlechtes Sozialverhalten hin. „Er erfüllte seine Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.“ ist beispielsweise eine 2. Wäre statt „vollen“ das Wort „vollsten“ (dieses ist rein sprachlich gesehen nicht sinnvoll) im Satz enthalten, wäre die Note eine 1. Prüfen Sie daher Ihr Zeugnis immer genau oder wenden Sie sich an einen Bewerbungsexperten, welcher das Arbeitszeugnis für Sie analysiert. Ein Arbeitszeugnis ist aus bewerbungstechnischer Sicht immer wichtig, denn es gehört in die Zeugnisanlage, die fast immer Teil der Bewerbungsunterlagen ist. Ein schlechtes Arbeitszeugnis kann unter Umständen schnell zu einer Absage führen und den Weg zum Vorstellungsgespräch verwehren.

Geldwerte Vorteile

Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber Vergünstigen zum Gehalt bekommen, müssen Sie diese ab einem bestimmten Gegenwert bei Ihrer Einkommensteuererklärung angeben. Diese erhöhen das zu versteuernde Jahresbruttogehalt, da es sich aus steuerrechtlicher Sicht um sogenannte Geldwerte Vorteile handelt. Meistens sind damit Vorteile wie ein Dienstwagen oder eine kostenlose Dienstwohnung gemeint.

Geselle

Ein Geselle ist ein Handwerker, welcher die Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen hat. Dies ist mit dem Erhalt des Gesellenbriefes verbunden, welcher die Berufsausübung nach einer mehrjährigen Ausbildung ermöglicht.

Gesprächspartner im Interview

Im Jobinterview bzw. im Vorstellungsgespräch werden Sie mehreren Personen gegenübersitzen. Meistens ist ein Vertreter der Fachabteilung sowie ein Vertreter der Personalabteilung anwesend. Oftmals sitzen Sie im Jobinterview jedoch in etwa vier Gesprächspartnern gegenüber. Diese Situation ist natürlich für viele Bewerber mit Nervosität verbunden und unangenehm. Doch kein Weg führt daran vorbei, wenn Sie ein bestimmte Stelle anstreben. Dass Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden sind zeigt schon einmal, dass Ihre Bewerbungsunterlagen dem Unternehmen gefallen haben und dass Ihre Gesprächspartner ein Interesse haben, mehr über Sie zu erfahren. Achten Sie auf eine freundliche Begrüßung Ihrer Gesprächspartner. Geben Sie Frauen zuerst die Hand und begrüßen Sie alle Teilnehmer des Vorstellungsgespräches. Augenkontakt im richtigen Maß wird seitens Ihrer Gesprächspartner üblicherweise als positives Signal gedeutet. Wenn Sie einzelne Personen mit dem Namen ansprechen können, sollten Sie davon ab und zu Gebrauch machen. Das wirkt persönlicher und angenehmer. Wenn Sie sich keine Namen merken können, lassen Sie es lieber sein, um möglichen Fettnäpfchen aus dem Weg zu gehen.

Google für Bewerbungen

Google ist die bekannteste und meistgenutzte Suchmaschine in Deutschland. In den USA spielt aber auch Yahoo beispielsweise eine größere Rolle als hierzulande. Bei Google können Sie direkt mit einer Suchanfrage nach offenen Stellen und / oder Arbeitgebern suchen. Suchanfragen wie z.B. „Stelle als … München“ liefert oftmals schon sehr gute Ergebnisse. Diese führen in vielen Fällen zu den bekannten Jobportalen wie Monster oder StepStone. Auch können Sie mit einer Google-Recherche weitere Informationen zu einem Unternehmen, bei welchem Sie sich bewerben möchten, finden. Für die Ermittlung eines angemessenen Gehaltswunsches ist Google ebenfalls sehr empfehlenswert.

Grammatik

Bei einer Bewerbung ist es sehr wichtig, dass Sie einen guten Eindruck hinterlassen. Dies bedeutet, dass Ihre Bewerbung stimmig und professionell wirken sollte. Hierzu gehört neben eine richtigen Rechtschreibung auch eine korrekte Grammatik. Dativ, Genitiv und Co. müssen im Anschreiben und im Lebenslauf richtig sein. Lassen Sie zur Not noch einmal jemanden über Ihre Bewerbung schreiben, bevor Sie diese versenden. Kaum etwas ist ärgerlicher, als eine Bewerbung verschickt zu haben und nachträglich Fehler im Text zu finden. Grammatikfehler können schnell zur Absage führen, denn eine gute schriftliche Kommunikation ist – auch im Zeitalter der E-Mail – eine Kernanforderung in vielen Berufen.

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