Bewerbungsbegriffe mit F

Facebook

Facebook ist aus dem heutigen Internet nicht mehr wegzudenken. Auch im Zuge der Bewerbung sollten Sie sich bzgl. Facebook Gedanken machen. Oftmals können nicht nur Ihre Freunde und Bekannten Ihr Profil dort betrachten, sondern auch potenzielle Arbeitgeber. Gerade, wenn es um außenwirksame Positionen geht, in denen man ein Unternehmen vertreten muss, schaut die Personalabteilung besonders genau hin. Hierzu gehört oftmals auch eine Betrachtung Ihres Facebook-Profils. Haben Sie sich dort politisch oder in einer sonstigen Form ausgelassen oder haben Sie zweifelhafte Bilder von Partys, welche Sie am liebsten wieder vergessen würden, so erzeugen Sie hiermit keinen guten Eindruck. Achten Sie entweder darauf, dass Ihr Profil „politisch korrekt“ bleibt oder dass Sie es für andere außer Ihren Kontakten sperren. Facebook hat schon dem ein oder anderen eine gute Stelle gekostet – trotz potenzieller Eignung und besten Noten. Nutzen Sie Facebook zu Ihrem Vorteil und nicht so, dass Ihnen Ihre dortigen Aktivitäten negativ ausgelegt werden.

Fachkenntnisse

Fachkenntnisse sind Spezialkenntnisse in bestimmten Bereichen. Sie sind in diversen Branchen sehr gefragt – man spricht dann von einem Fachkräftemangel. Mit den richtigen Fachkenntnissen haben Sie als Bewerber gute Voraussetzungen, wenn Arbeitgeber der Branche ihren Bedarf für vakante Stellen nicht leicht decken können. Es erwarten Sie in vielen Fällen auch gute Arbeitsumgebungen. Zudem sind die Jahresbruttogehälter für Fachkräfte im direkten Vergleich überdurchschnittlich hoch. Firmen investieren für Fachkräfte auch grundsätzlich mehr in Onboardingmaßnahmen. Trotzdem müssen Sie als Fachkraft mit Ihrer Bewerbung überzeugen. Die Bewerbungsunterlagen müssen stimmen. Daneben sind die Social Skills ebenfalls sehr wichtig, da die besten Fachkenntnisse einem Unternehmen kaum Mehrwert bieten, wenn eine konstruktive Teamarbeit nicht möglich ist.

Familienstand

Der Familienstand gehört normalerweise in den Lebenslauf – bei Ihrem persönlichen Daten. Dort können Sie eintragen: „ledig“, „verheiratet“, „geschieden“, „getrennt lebend“ oder „verwitwet“. Auch können Sie dort aufführen, ob Sie Kinder haben.

Festnetznummer

Ob Sie in der Bewerbung eine Festnetznummer angeben, ist Ihre Entscheidung. Bedenken Sie jedoch, dass ein potenzieller Arbeitgeber Sie dort anrufen könnte – statt auf dem Mobiltelefon. Nicht immer kommen diese Anrufe einem gelegen. Vielleicht ist es zu Hause lauter, weil andere Familienmitglieder dort sind. Dann könnten Sie unter Umständen nicht ungestört telefonieren. Das ist jedoch gerade bei einem Telefoninterview besonders wichtig. Wenn Sie nur eine Mobilfunknummer angeben, sind Sie eventuell flexibler als mit dem Festnetztelefon und können sich in ein ruhiges Zimmer zurückziehen, um sich voll auf das Gespräch zu konzentrieren.

Fernuniversitäten

Bei Fernuniversitäten kann man akademische Grade erwerben oder an bestimmten Kursen teilnehmen. Es handelt sich bei vielen Studierenden um eine Weiter- oder Fortbildungsmaßnahme. Bei Fernuniversitäten kommt das Prinzip des „Distance Learnings“ zur Anwendung. So kann man dort bequem von zu hause aus studieren. Dies geht auch berufsbegleitend. Bekannte Fernuniversitäten sind beispielsweise die deutschen Fernuniversität Hagen oder die Open University in UK.

Fernstudium

Ein Fernstudium wird von Fernuniversitäten angeboten. Ziel ist die Erlangung eines ersten oder eines weiteren akademischen Grades. Das Fernstudium erfolgt unter Anwendung des „Distance Learnings“ als Lehrkonzept. Absolvieren Sie ein Fernstudium, so gehört diese Information genauso in Ihren Lebenslauf, wie abgeschlossene Studiengänge oder Ausbildungen. Eine Erwähnung im Anschreiben kann ebenfalls sinnvoll sein.

Formalismen bei Bewerbungen

Die Bewerbung ist ein Vorgang bei welchem Formalismen eine besonders wichtige Rolle spielen. Dies beginnt schon mit dem Aufbau einer Bewerbung. In den meisten Fällen werden vollständige Bewerbungsunterlagen – bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf und einer Zeugnisanlage – erwartet. Das Anschreiben sollte eine Seite lang sein, der Lebenslauf nicht mehr als drei Seiten übersteigen. Durchweg müssen Sie sich bzgl. der Formalismen an eine korrekte Rechtschreibung, saubere Grammatik und richtige Zeichensetzung halten. Darüber hinaus sind auch die korrekten Adressen im Anschreiben zu beachten, ebenso passende Einleitungs- und Schlusssätze. Wenn Ihnen in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt wird, sprechen Sie diesen direkt an. Schreiben Sie Ihr Anschreiben mit einem Geschäftsbrief im Hinterkopf. So machen Sie meist im Hinblick auf die relevanten Formalismen nichts falsch. Durch eine korrekte Anwendung zeigen Sie dem Wunscharbeitgeber auch, dass Sie sich an Regeln halten können und sorgfältig arbeiten. Sie hinterlassen also direkt einen guten Eindruck – und das zählt!

Fortbildung

Die Fortbildung ist nicht mit der Weiterbildung zu verwechseln. Streng genommen gibt es nämlich einen klaren Unterschied. Mit einer Weiterbildung vertieft man sein Wissen in einem bestimmten Bereich. Sind Sie beispielsweise ein Disponent und Sie nehmen an einem Seminar für eine bestimmte logistische Software teil, so handelt es sich um einen Weiterbildungsmaßnahme. Bei einer Fortbildung bauen Sie fachfremdes Wissen auf. Im Falle des Disponenten wäre eine Fortbildung zum Beispiel eine berufsbegleitende Ausbildung zum Fachinformatiker oder ein Studium zum Betriebswirt. Eine Fortbildung lohnt sich daher meistens dann, wenn man die Branche künftig wechseln möchte. Warum man dies tut, muss man in der Bewerbung nachvollziehbar erklären, spätestens jedoch im Vorstellungsgespräch.

Fragebogen

Bei diversen Unternehmen und vor allem im Öffentlichen Dienst oder bei der Bundeswehr ist es üblich, dass Sie im Rahmen des Bewerbungsprozesses einen oder mehrere Fragebögen ausfüllen müssen. Damit möchte der potenzielle Arbeitgeber möglichst viel über Sie erfahren und prüfen, ob Sie grundsätzlich zur Besetzung von vakanten Stellen in Frage kommen. Auch müssen Sie im Rahmen der Onlinebewerbung des Öfteren Frageformulare online ausfüllen und dort auch Ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Bewerbungsunterlagen sind über solche Onlinebewerbungsportale hochzuladen. Füllen Sie einen Fragebogen immer so gut und sorgfältig wie möglich aus. Gerade in Bereichen, die sehr von Bürokratie geprägt sind, wie z. B. bei der Bundeswehr oder im gesamten Öffentlichen Dienst haben Fragebögen und Formulare einen hohen Stellenwert. Fehler können sich dabei leicht einschleichen. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit zur Bearbeitung jener Fragebögen, welche man Ihnen im Zuge der Bewerbung vorlegt.

Fremdsprachen

Fremdsprachen genießen in der von Globalisierung geprägten Arbeitswert einen immer höheren Stellenwert. Dabei spielt Englisch die wichtigste Rolle. In vielen Branchen und Berufen ist ein Arbeiten ohne Englischkenntnisse nahezu ausgeschlossen. Aber andere Sprachen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Neben Französisch und Spanisch sind es vor allem Chinesisch (Mandarin), Russisch und Portugiesisch, die immer mehr im Kommen sind. Wenn Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse erweiteren möchten oder müssen, sind Weiterbildungen immer vonVorteil. Sprachkurse gibt es bei vielen privaten Anbietern, doch auch die Sprachkurse an den öffentlichen Volkshochschulen sind genauso gut. Meistens kosten diese auch weniger, als die Sprachkurse privater Anbieter. Ihre Fremdsprachenkenntnisse gehören immer in den Lebenslauf. Eine kurze Erwähnung im Anschreiben ist fast immer sinnvoll und bietet einen klaren Mehrwert. Bescheinigungen über absolvierte Kurse gehören in die Zeugnisanlage als dritten Bestandteil der Bewerbungsunterlagen.

Frisur

Auch die Frisur spielt im Zuge der Bewerbung eine Rolle. Arbeitgeber wünschen sich Bewerber, welche zu dem Unternehmen passen und dieses auch nach außen gut vertreten können. Zu dem Erscheinungsbild einer Person gehört immer auch eine Frisur. So passt beispielsweise eine Langhaarfrisur eher weniger zur Bewerbung eines Mannes bei der Bundeswehr oder zu einem Senior Vice President eines international operierenden Unternehmens. Genauso wenig würde ein militärische Frisur zu einem Unternehmen im kreativen Bereich passen. Natürlich würde kein Arbeitgeber zugeben, dass eine Bewerbung an der Frisur scheitert, doch bereits mit dem Bewerbungsfoto erzeugt man als Bewerber einen ersten Eindruck. Ob dieser gut oder schlecht ist, entscheidet maßgeblich über die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Achten Sie daher auf eine gepflegte Frisur für den Termin beim Bewerbungsfotografen. Gleiches gilt natürlich auch in Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Mit gepflegter Kleidung und einer gut sitzenden Frisur kann diesbezüglich erst einmal nichts schiefgehen!

Führungskompetenz

Meint die Fähigkeit, andere Menschen zu führen. Sobald jemandem im Beruf andere Angestellte unterstellt werden, handelt es sich um eine Führungskraft. Die mit der Führung von Menschen verbundenen Tätigkeiten erfordern eine besondere Führungskompetenz. Diese ist entweder schon vorhanden oder kann in manchen Fällen auch angeeignet werden. Erfahrung ist dabei sehr wichtig. Ausgeprägte Social Skills sind für die Führungskompetenz unabdinglich.

Führungskraft

Als Führungskraft wird ein Angestellter bezeichnet, welchem andere Angestellte unterstellt sind. Die Bezeichnung „Manager“ impliziert noch nicht, dass der Stelleninhaber Personalverantwortung hat. Eine Führungskraft muss über ausgeprägte Social Skills verfügen, um den Ansprüchen der Menschenführung gerecht zu werden. Oftmals verfügen Führungskräfte über eine bessere Ausbildung als die Ihnen unterstellen Mitarbeiter, oder sie haben mehr Berufserfahrung. Bewirbt man sich als Führungskraft, so kann es sein, dass man sich einem Assessment Center unterziehen muss, wenn das Vorstellungsgespräch gut verlaufen ist. Dort möchte der potenzielle Arbeitgeber – oder bei der internen Bewerbung, ihr aktueller Arbeitgeber – prüfen, inwieweit Sie als Führungskraft in der Praxis geeignet sind. Führungskräfte haben oftmals auch repräsentative Aufgaben und müssen daher gut zum Unternehmen passen. In der Bundeswehr sind Führungskräfte Vorgesetzte mit einem höheren Dienstgrad. Es handelt sich meistens um Unteroffiziere oder Offiziere.