Bewerbungsbegriffe mit A

Abmahnung

Eine Abmahnung ist ein Begriff aus dem Arbeitsrecht. Als Angestellter kann man dann eine Abmahnung erhalten, wenn man sich im Beruf nicht korrekt verhalten hat. Dabei gibt es zahlreiche Gründe, welche seitens des Arbeitgebers zu einer Abmahnung führen können. So können es offensichtliche Fehler bei der Arbeit sein. Beispielsweise das Nichteinhalten von Terminen, das Abliefern von schlechter Arbeit, ein zu langsames Arbeitstempo oder die Verweigerung von Anweisungen eines Vorgesetzten. Auch wenn ein Angestellter im Rahmen der Berufsausübung eine Straftat begeht, kann dies eine Abmahnung zur Folge haben. Eine Abmahnung wird immer schriftlich erfolgen und muss von zuständigen Disziplinarvorgesetzten unterschrieben sein. Sollten Sie eine Abmahnung erhalten haben, ist meistens der Weg zu einem Anwalt für Arbeitsrecht sinnvoll. Insbesondere dann, wenn Sie eine Abmahnung aus Ihrer Sicht zu Unrecht erhalten haben. Wichtig zu wissen ist auch, dass eine Abmahnung der Personalakte beigefügt wird. Ein Fachanwalt kann Sie über die weitere Vorgehensweise und Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung beraten. Wenn Sie eine Abmahnung erhalten haben und den Arbeitgeber verlassen oder gekündigt werden, sollten Sie auch einen besonderen Blick auf das Arbeitszeugnis werfen. Dort schreiben dann Unternehmen meistens sehr negative Sätze, welche zunächst gut klingen, bei Kenntnis der Zeugnissprache jedoch als mangelhaft oder gar ungenügend gewertet werden. Bei der Bundeswehr gibt es übrigens etwas Ähnliches wie ein Abmahnung – es handelt sich um einen Verweis oder gar um den strengen Verweis, welcher vor der Truppe ausgesprochen wird. Auch im Öffentlichen Dienst gibt es den Verweis als mögliche Disziplinarstrafe unter vielen anderen.

Abwerben

Auch das Abwerben von Führungs- und Fachkräften ist nicht so selten, wie man immer glaubt. Die ganze Headhunter-Branche lebt davon, geeignete Personen zu identifizieren und diese für einen Auftraggeber abzuwerben. Ein Abwerben kann nur dann erfolgreich sein, wenn die neue Stelle für den Angestellten besser ist, als die alte Funktion. Aber auch für Headhunter muss man meistens einen Lebenslauf erstellen. Wird man abgeworben, so kann man berechtigterweise mehr Jahresbruttogehalt als bisher erwarten.

Ablauf einer Bewerbung

In vielen Fällen verläuft eine Bewerbung entlang eines festgelegten Prozesses. Ein Arbeitgeber sucht einen geeigneten Bewerber – entweder für eine neu entstandene Stelle oder für eine Stelle, welche nicht mehr besetzt ist. Natürlich möchte der Arbeitgeber nur zwischen den besten Bewerben auswählen können. Ein Angestellter kostet einer Firma mitunter viel Geld (Gehalt, Sozialabgaben, Versicherung, Arbeitsmittel usw.). Daher formuliert der Arbeitgeber im Normal eine Stellenanzeige, welche sowohl alle Anforderungen an die Bewerber festlegt, als auch die gewünschte Form der Bewerbung definiert. Ansprechpartner und Stellen-IDs werden auch meistens neben der reinen Stellenbezeichnung genannt. Als Interessent können Sie sich auf eine solche Stellenanzeige hin bewerben. Dazu benötigen Sie entweder eine Bewerbungsmappe oder Sie bewerben sich online mit PDF-Dateien. Normalerweise enthält Ihre Bewerbung ein Anschreiben, einen Lebenslauf und eine Anlage mit Ihren Zeugnissen. Diese Bewerbung wird nach dem Versand in der Personalabteilung geprüft. Sagt sie dem Personalbearbeiter nicht zu, erhalten Sie eine Absage. Gefällt Ihre Bewerbung dem Zuständigen, so werden Sie meistens per E-Mail oder per Telefon interviewt. Ist dieser erste Kontakt positiv verlaufen wird meistens ein Vorstellungsgespräch vereinbart. Bedenken Sie aber, dass solche Vorstellungsgespräche meistens parallel mit mehreren geeigneten Bewerben stattfinden. Haben Sie in diesem Jobinterview überzeugt geht es in die nächste Runde. Wenn es ungünstig verlaufen ist, erhalten Sie meistens relativ zeitnah eine Absage. Zwei Bewerbungsgespräche bis zur Stelle sind eigentlich üblich, manchmal können es auch mehr sein. Wenn eine Firma Ihre Fähigkeiten zusätzlich prüfen möchte, müssen Sie ein Assessment Center absolvieren. Am Ende eines erfolgreichen Bewerbungsprozesses steht die Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages. War der Ablauf einer konkreten Bewerbung nicht erfolgreich, haben Sie auf jeden Fall an Erfahrung gewonnen und können diese für Ihre nächste Bewerbung verwenden. Meistens verschickt man ohnehin mehrere Bewerbungen parallel.

Absage

Leider kommt es im Rahmen einer Bewerbungsphase nicht selten zu Absagen. Unter einer Absage versteht man die Information des Unternehmens, dass man Ihnen als Bewerber die Stelle nicht geben möchte oder diese schon anders besetzt worden ist. Auf jeden Fall bedeutet ein Absage klar, dass man an Sie nicht interessiert ist. Dies mag vielen bitter erscheinen. Doch auch aus Absagen kann man lernen. So kann man die eigenen Bewerbungsunterlagen noch einmal mit den Anforderungen der Stellenanzeige und des Arbeitgebers überprüfen, um mögliche Faktoren zu identifizieren, wieso es nicht geklappt hat. Lag es am Anschreiben? Oder haben wichtige Eckdaten im Lebenslauf gefehlt? War ein Arbeitszeugnis ungünstig formuliert? Eine Absage darf man auch nie so verstehen, dass man als Person oder als Arbeitnehmer ungeeignet wäre. Es passt eben nur nicht bei dieser Firma. Es gibt auch viele Gründe, die nichts mit Ihnen zu tun haben. So werden manchmal Stellen auch zwischenzeitlich intern besetzt oder eine Fachabteilung hat eigentlich gar kein richtiges Interesse an einem neuen Mitarbeiter. Das sind alles mögliche Gründe auf die Sie keinen Einfluss haben. Auch müssen Absagen nicht immer unfreundlich sein. Teilweise sind diese auch freundlich formuliert und verweisen sogar darauf, dass Sie potenziell geeignet gewesen wären. Unschön ist es natürlich, wenn man keine Absage auf eine Bewerbung erhält. Das kommt leider mitunter oft vor. Keine Rückmeldung ist auch eine Aussage und auf diesen Arbeitgeber können Sie getrost verzichten. Wenn Sie die Auswirkung einer einzelnen Absage minimieren möchten, dann bewerben Sie sich doch einfach parallel bei mehreren Arbeitgebern! Und ganz wichtig: Nehmen Sie es nicht persönlich! Viele Bewerber erhalten Absagen – das ist mitunter normal!

Anschreiben

Das Anschreiben gehört neben dem Lebenslauf und der Zeugnisanlage zu den wichtigsten Bestandteilen einer Bewerbung. Mit dem Anschreiben sprechen Sie direkt einen Arbeitgeber an – entweder auf eine konkrete Stellenanzeige oder auch im Rahmen einer Initiativbewerbung. Ein Anschreiben sollte immer den gleichen Regeln wie ein Schreiben mit offiziellem Charakter einhalten. Ein Geschäftsbrief dienst meistens als guter Anhaltspunkt, um mit dem Aufbau eines Anschreibens vertraut zu werden. Wichtig beim Anschreiben ist, dass die formalen Daten stimmen. Dies sind, Adressen, Anschriften, Anreden, Schlussformeln usw. Daneben hat ein guter Inhalt und eine saubere Rechtschreibung höchste Bedeutung für das Anschreiben. Sie wollen sich ja schließlich selbst „bewerben“ und zeigen, dass Sie für eine Stelle bzw. eine Mitarbeit in einer Firma oder einer Organisation geeignet sind. Beachten Sie beim Anschreiben immer auch Ihren Lebenslauf und Ihre Zeugnisse. Diese dürfen nicht im Widerspruch zueinander stehen!

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist sozusagen die Umgebung in welcher Sie sich als Bewerber aber auch als Angestellter bewegen. Die Zeiten der Vollbeschäftigung sind in Deutschland vorbei. Nur noch in wenigen europäischen Staaten kann man davon sprechen, z. B. der Schweiz. Ein strapazierter Arbeitsmarkt bedeutet auch mehr Konkurrenz für die eigene Bewerbung. Wenn man sich gerade für gut bezahlte Jobs bewirbt, gibt es meistens viele andere Bewerber die es einem gleich tun. Man muss sich dann gegenüber der Konkurrenz durchsetzen und dem Arbeitgeber zeigen, dass man der bessere Angestellte wäre. Dies beginnt schon mit den Bewerbungsunterlagen und setzt sich, sofern diese erfolgreich waren, im Bewerbungsgespräch fort. Natürlich gibt es auch noch Nischen, in denen man als Fachkraft bessere Bewerbungschancen hat. Aber auch dann sollten Sie Ihre Bewerbung professionell und sorgfältig erstellen. Bei einem schlechten Arbeitsmarkt kann es ebenfalls empfehlenswert sein, auf die Situationen in anderen Ländern zu schauen. Eine englische Bewerbung – die sogenannte Job Application – ist mittlerweile für immer mehr Bewerber interessant geworden. Zudem punktet man oftmals gut mit Auslandserfahrung im Lebenslauf bzw. im CV. Im Fazit kann man sagen, dass der Arbeitsmarkt immer wieder Schwankungen unterliegt und diese sind meistens auf einzelne oder auch mehrere Branchen bezogen. Lassen Sie sich nicht von einer schlechten Arbeitsmarktlage trüben, eine Bewerbung lohnt sich fast immer!

Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis nimmt im Rahmen der Bewerbung ebenfalls eine wichtige Bedeutung ein. Je nach Ihrer Berufserfahrung werden Sie eine gewisse Anzahl an Arbeitszeugnissen haben, welche Ihnen Ihre früheren Arbeitgeber ausgestellt haben. Arbeitszeugnisse sind offizielle Dokumente, mit welchen ein Arbeitgeber Ihre dortigen Leistungen bewertet und mehr oder weniger auch benotet. Arbeitszeugnissen stehen Ihnen dann zu, wenn Sie ein Unternehmen oder eine Organisation verlassen. Der Sinn eines Arbeitszeugnisses wird da auch schnell klar: Zukünftige Arbeitgeber können darin lesen, wie leistungsfähig Sie waren und wie gut Ihr Sozialverhalten ist. Neben der rein fachlichen Bewertung Ihrer Arbeit geht es vor allem auch um Ihre Soft Skills – also den Umgang mit Arbeitskollegen, Vorgesetzten und ggf. auch Kunden. Arbeitszeugnisse sind in einer besonderen Sprache verfasst, welche meist stilistisch nicht schön klingt, aber dennoch den Zweck erfüllt. Da ein Arbeitszeugnis stets wohlwollend formuliert sein muss, finden Sie zunächst beim ersten Blick keine negativ klingenden Formulierungen. Doch Vorsicht, hinter vermeintlich positiven Aussagen können sehr schlechte Noten stecken, da es sich um eine Art Geheimcode für Arbeitszeugnisse handelt. Beispielsweise bedeutet der Satz „Er hat sich stets bemüht die ihm übertragenen Aufgaben zu lösen.“, dass Sie überaus schlecht gearbeitet haben und nichts zustande gebracht haben. Diese Formulierung ist desaströs und bedeutet mehr oder weniger eine 5 – 6 als Note. Hingegen ist der Satzbaustein „zu unserer vollsten Zufriedenheit“ eine 1. Rein sprachlich gesehen ist diese Formulierung sachlich falsch. Da es nicht mehr als „voll zufrieden“ geben kann. Aber beim Arbeitszeugnis geht es ja nicht um eine stilistisch gesehen schöne Sprache, sondern darum, Ihre Leistungen als Arbeitnehmer mit entsprechenden Codes zu bewerten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Ihr Arbeitszeugnis ohne Rechtschreibfehler und auch fehlerfrei umgesetzt worden ist. Auch Ihre wichtigen Vorgesetzten sollten dort unterschreiben. Normalerweise enthält daher ein Arbeitszeugnis zwei Unterschriften. Eine von Ihrem Vorgesetzten und eine vom zuständigen Vertreter der Personalabteilung. Das Weglassen bestimmter Sätze im Arbeitszeugnis ist auch eine klare Aussage – und zwar eine schlechte! Wenn Sie sich bzgl. eines Zeugnisses unsicher sind, oder glauben, Sie seien zu schlecht benotet worden, kann sich der Weg zu einem Anwalt für Arbeitsrecht lohnen. Das Arbeitszeugnis kann bei zerrütteten Arbeitsverhältnissen oftmals zu neuem Ärger und gerichtlichen Auseinandersetzungen führen. Aber das ist natürlich nicht der Normalfall! Ihre Arbeitszeugnisse gehören im Hinblick auf Ihre Bewerbungsunterlagen in die Zeugnisanlage.

Allrounder

Ein Allrounder unterscheidet sich klar von dem Spezialisten. In den verschiedensten Arbeitsbereichen, vor allem aber im Projektmanagement geht es darum, den Überblick über verschiedene Aufgabenpakete zu behalten. Zudem müssen im Projektmanagement viele parallel verlaufende Prozesse überwacht und optimiert werden. Ein Projektmanager ist also für verschiedene Bereiche des ihm anvertrauten Projektes verantwortlich, kann sich aber schon rein zeitlich nicht mit sämtlichen Details auseinandersetzen. Muss er auch nicht, denn dafür sind die einzelnen Teammitglieder bzw. Fachexperten zuständig. In diesem Sinne kann man einen Projektmanager als Allrounder bezeichnen, der den großen Überblick behält und alle Koordinationsaufgaben wahrnimmt. Bei einer Bewerbung geht es oftmals auch darum, ob man sich als Allrounder oder als Spezialist „verkaufen“ soll. Die Entscheidung darüber sollte abhängig sein von Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang (haben Sie dort hauptsächlich Fachaufgaben oder eher das Projektmanagement übernommen?), Ihren persönlichen Stärken aber auch von Ihrer Bewerbungsmotivation. Anhand der Stellenanzeige kann man meistens sehr schnell feststellen, ob eher reines Fachwissen oder Allrounderfähigkeiten gefragt sind. Präsentieren Sie sich in der Bewerbung so, wie sie sich sehen und natürlich, wie das Unternehmen Sie sehen sollte!

Assessment Center

Das Assessment Center ist bei vielen Bewerbern gefürchtet, denn es stellt eine Prüfungssituation dar und somit auch eine weitere Hürde auf dem Weg zur gewünschten Stelle. Beim Assessment Center handelt es sich um ein Auswahlverfahren, mit welchem (zumeist große) Unternehmen oder Organisationen geeignete Bewerber identifizieren möchten. Denn aus den Bewerbungen gehen zwar fachliche Kompetenzen und ein beruflicher Werdegang hervor, doch wie ein Bewerber sich in Stresssituationen verhält, das geht aus den Bewerbungsunterlagen nicht hervor. Genau dies ist aber ein wichtiges Merkmal von Führungskräften und anderen Fachkräften. Mit einem Assessment Center möchte ein Unternehmen also das Risiko bei der Personalauswahl reduzieren. Trotz der hohen Kosten eines Assessment Centers lohnt sich diese Vorgehensweise für viele Konzerne. Auch die Eignungsfeststellungsverfahren im Öffentlichen Dienst und beispielswiese jene der Bundeswehr sind im Wesentlichen Assessment Center. Bei Assessment Center kommen diverse Methoden zur Anwendung. So gibt es neben den üblichen Vorstellungsgesprächen bzw. Interviews Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Präsentationen, Posteingangsituationen. Zudem müssen Sie sich meistens diversen PC-Tests unterziehen. Hierzu gehören Intelligenztests, Mathematik- und Sprachtests. Zudem gibt es meistens noch ein Feedbackgespräch, bei welchem Ihre Leistungen angesprochen werden können und man Ihnen, sofern Sie aufgrund Ihres Abschneidens beim Assessment Center geeignet sind, ein konkretes Stellenangebot unterbreitet. Wichtigster Tipp für das Assessment Center ist, dass Sie sich kommunikativ und stressresistent zeigen. Reagieren Sie niemals mit Aggressionen auf bestimmte Situationen. Dies kann bei Bewerbern immer dann herausgekitzelt werden, wenn das Assessment Center bewusst Konfliktsituationen herbeiführt. Diese sind so gut simuliert, dass Sie oftmals der Realität recht nahe kommen. So könnte eine Aufgabe darin bestehen, ein Gespräch zu simulieren, in welchem Sie einem Mitarbeiter ein kritisches Gespräch durchführen müssen, weil dieser schlechte Leistungen oder ein mangelhaftes Sozialverhalten gezeigt hat. Eine gute Vorbereitung zahlt sich beim Assessment Center ebenso aus, wie schon bei der Bewerbung. Dies gilt gleichermaßen für Online-Assessment-Center, bei denen alle Aufgaben bequem vom PC daheim bearbeitet werden können. Zeigen Sie Selbstvertrauen – aber ohne überheblich zu wirken! Damit machen Sie im Assessment Center nichts falsch! Übrigens, in den meisten Fällen stehen Sie dauerhaft unter Beobachtung – auch mit Ihrem Sozialverhalten und Ihrer Kommunikation in den Pausen. Ein freundlicher Small Talk mit den anderen Teilnehmern kann nicht schaden.

Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht ist ein Teil des deutschen Rechts und ist gültig für die verschiedensten Arbeitsverhältnisse, welche vertraglich abgeschlossen werden. Es ist ein mitunter sehr komplexes Recht und regelt die unterschiedlichsten Details. Das Arbeitsrecht kommt nicht nur bei der

Bewerbung im Allgemeinen zum tragen, sondern auch bei Arbeitszeugnissen und der eigentlichen Ausgestaltung eines Arbeitsverhältnisses. Wenn Sie weitere Fragen zum Arbeitsrecht haben, lohnt es sich, Kontakt mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht aufzunehmen.

Ausbildung

Unter einer Ausbildung versteht man eine berufsbildende Maßnahme, welche zu einem Abschluss führt und einem die Ausübung eines Berufes befähigt. Meistens ist mit der Ausbildung jedoch eine klassische Berufsausbildung gemeint, welche man als Auszubildender oder Lehrling absolviert. Diese Ausbildungsform dauert in der Regel 2,5 bis 3,5 Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung. Streng genommen ist ein Studium auch eine Form von Ausbildung. Diese erfolgt jedoch an einer Hochschule und man erwirbt dort einen akademischen Grad. Ebenfalls kann man die Weiterbildung auch als eine bestimmte Art der Ausbildung ansehen, wenn man zusätzliche Kompetenzen und einen anerkannten Abschluss erlangt. Wichtig bei jeder Ausbildung die man anstrebt, ist, auf die Seriosität des Ausbildungsanbieters zu achten. Nicht selten entscheidet deren Ruf über die eigenen Berufseinstiegs oder -aufstiegschancen. Für Ausbildungsstellen muss man sich normalerweise bewerben. Diese Bewerbung ist ganz klassische aufgebaut und besteht mindestens aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und den letzten Zeugnissen. Auch hier muss man auf Sorgfalt achten. Manchmal empfiehlt es sich auch, den Weg über die Bewerbungsmappe zu gehen, wenn man den Ausbildungsbetrieb gut kennt und mit einem Entscheidungsträger dort bekannt ist. Dann empfiehlt sich eine zusätzliches Deckblatt mit Bewerbungsfoto im der Bewerbungsmappe zu integrieren.

Anreise zum Vorstellungsgespräch

Vor dem Vorstellungsgespräch ist man meistens sehr nervös – das ist vollkommen normal und auch nachvollziehbar. Man hat die erste Hürde im Bewerbungsprozess geschafft, nun steht aber die zweite an und zwar in einem direkten Gespräch mit den Vertretern des potenziellen Arbeitgebers. Mit einer guten Vorbereitung ist ein Vorstellungsgespräch meistens jedoch nur halb so schlimm wie erwartet. Zu einer guten Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch gehört aber auch eine wohlüberlegte Anreise zum Arbeitgeber. Oftmals ist dieser nicht um die Ecke und Sie müssen eine längere Anreise in Kauf nehmen. Damit nichts schief gehen kann empfiehlt es sich vorher eine paar Dinge zu erledigen:

  1. Die genaue Adresse & den genauen Treffpunkt bzw. Raum notieren
  2. Die Anreise mit Auto / Bahn / Bus oder Flugzeug rechtzeitig planen und falls erforderlich buchen
  3. Verspätungszeit mit einplanen
  4. Etwas zu trinken und essen mitnehmen (mit geringer Kleckergefahr).
  5. Taschentücher dabei haben oder gar Ersatzkleidung, wenn man von weiter her anreist

Wichtig bei der Planung Ihrer Anreise zum Vorstellungsgespräch ist Pünktlichkeit und eine saubere Kleidung. Schauen Sie auch, ob Sie vorab eine Toilette in der Nähe zur Firma identifizieren können. Denn Nervosität macht manchmal einen solchen Ort unvermeidbar . Gegen einen trocken Hals und Mund haben Sie mit einem Getränk ja schon gut vorgesorgt. Mit einer guten Vorbereitung kann die Anreise zum Vorstellungsgespräch sogar angenehm werden. Hören Sie etwas angenehme Musik und Grübeln Sie nicht zu sehr über das, was Sie sagen wollen. Sind Sie pünktlich vor Ort, können Sie sich die Füße noch ein wenig vertreten und entspannt ins Vorstellungsgespräch gehen!

Auslandssemester

Ein Auslandssemester ist bei vielen Studierenden beliebt. Man lernt ein neues Land kennen und darf an einer ausländischen Universität studieren. Verschiedene Programme bieten Auslandssemester an. Sehr bekannt ist beispielsweise ERASMUS, für welches man sich auch bewerben muss. Ein Auslandssemester bietet viele Vorteile. So kann man die eigenen Sprachkenntnisse verbessern, Networking betreiben und vor allem internationale Erfahrung sammeln. Das mögen viele Arbeitgeber, daher macht sich ein Auslandssemester immer gut im Lebenslauf – oder bei der

englischen Bewerbung – im Curriculum Vitae. Mitunter haben Sie durch ein früheres Auslandssemester vielleicht einen klaren Bewerbungsvorteil, wenn andere Bewerber keine solche Erfahrung gewinnen konnten.

Außertariflicher Arbeitsvertrag

In vielen Branchen gibt es Tarifverträge, welche die Ausgestaltung der Arbeitsverträge regeln. Darunter fällt natürlich auch das vom Arbeitgeber zu zahlende Gehalt. Die meisten Angestellten in solchen Branchen werden nach Tarif bezahlt. Doch für Führungskräfte und für Fachkräfte gibt es Ausnahmen. Diese können mit dem Arbeitgeber einen außertariflichen Vertrag abschließen. Fast immer sind die Jahresbruttogehälter besser als der Tarif. Doch muss man bedenken, dass die Arbeitszeit oftmals nicht so definiert ist, wie im Tarifvertrag, sondern flexibel gestaltet ist. Dies geschieht in Form von Rahmenarbeitszeiten, welche bei Bedarf ohne zusätzliche Entlohnung überschritten werden können. Ein außertariflicher Vertrag darf natürlich auch nicht gegen das gültige Arbeitsrecht verstoßen.

Application

Mit der Application ist die englische Bewerbung gemeint. Diese besteht in UK aus Covering Letter und Curriculum Vitae, in den USA aus Cover Letter und Resume. Es gibt klare stilistische Unterschiede zu der deutschen Bewerbung. So sind es neben den vielen kleinen Feinheiten, wie der richtigen Schreibweise des Datums, vor allem inhaltliche Unterschiede. So wird allgemein im englischsprachigen Raum mehr auf Motivation sowie Berufserfolge gesetzt als auf reine Abschlüsse. Dies erkennt man auch daran, dass in der englischen Bewerbung eine Zeugnisanlage nicht dazugehört.

Ausdruck

Die sprachliche Umsetzung einer Bewerbung ist ein großer mitentscheidender Faktor, wenn es um den zu erwartenden Bewerbungserfolg geht. Damit ist Ihr Ausdruck neben Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung ein wichtiges Merkmal Ihrer Bewerbung. In vielen der heutigen Berufen müssen Sie tagtäglich viel kommunizieren – meistens per E-Mail oder per Telefon. Geht es dann noch um einen Kundenkontakt, erwarten Arbeitgeber eine saubere Sprache und eine passende Wortwahl. Darum geht es gerade beim Ausdruck – um die richtige Wortwahl. Es ist klar, dass für verschiedene Bewerbungssituationen und unterschiedliche Berufe der Ausdruck passgenau gewählt werden sollte. So schreibt man im Öffentlichen Dienst beispielsweise anderes als in einer Werbeagentur oder einem Industriebetrieb. Achten Sie beim Verfassen Ihres Anschreiben darauf, dass Ihr Ausdruck zu Ihnen und der angestrebten Stelle passt. So ist es auch klar, dass Sie mit bestem Germanistendeutsch bei einer Bewerbung als Handwerker kaum überzeugen werden und umgekehrt.